Vernünftig ist, was utopisch klingt

Wohlstand gerecht verteilen. Die Schönheit des Planeten erhalten und sein Klima retten. Jedem Menschen dasselbe Recht garantieren. Nationalismus als Irrweg verstehen. Vernunftgeleitet handeln. Frauen, Kinder und Männer vor dem Ertrinken retten – es sind Minimalziele, die mancher schon als „utopisch“ abtut. Der gemeinnützige Verein European Utopia e.V., seine Mitglieder und Unterstützer*innen nehmen die Grundsätze der Aufklärung dagegen ernst. Diese müssen universell gelten, also grenzenlos. Das ist keine Utopie oder Träumerei, sondern die Basis Europas und eines menschenwürdigen Zusammenlebens überall auf der Welt.

Mehr Utopia wagen

European Utopia e.V. wurde 2019 gegründet, um all jene besser zu vernetzen, die sich mit dem Ist-Zustand nicht abfinden wollen, sondern transnationale, progressive Alternativen suchen. Der gemeinnützige Verein unterstützt Menschen, die im Kleinen und Großen, in ihrer Nachbarschaft, in Kunst, Forschung und Politik optimistische Zukunftsvisionen entwickeln und ausprobieren, damit wir alle künftig in Freiheit, Gleichheit, Schwester- und Brüderlichkeit zusammenleben können. Es braucht neue Utopien, um den Zynismus unserer Zeit zu überwinden.

„Culture does not make people. People make culture.“

Chimamanda Ngozi Adichie

Einzelstaaten lösen keine globalen Probleme

European Utopia e.V. findet die Idee richtig, die globalisierte Wirtschaft neu auszurichten; ihr oberstes Ziel darf nicht länger Gewinn-, sondern sollte Gemeinwohlmaximierung lauten. Das aktuelle System ist unvernünftig und zerstört unsere Lebensgrundlagen. Nationalstaaten erweisen sich als unfähig oder nicht Willens, globale Probleme zu lösen. Sie verfolgen ihre kurzfristigen Einzelinteressen, das langfristig Vernünftige und das Gemeinwohl kommen frühestens an zweiter Stelle.

Das Wünschenswerte anstreben

Es wäre deshalb an der Zeit, dass mindestens die europäischen Demokratien enger zusammenwachsen und ihre Einheit vertiefen, anstatt sich auseinander zu bewegen. Welche politische Gestalt ein demokratisches und gerechtes Europa haben könnte, ist eine offene Frage – auch, weil sich zu wenige Bürger*innen, Wissenschaftler*innen und Politiker*innen bislang ernsthaft damit beschäftigt haben. Das möchte European Utopia e.V. ändern. Der Verein will den progressiven Diskurs anregen, indem er Forschung, Bildung, Kunst und Kultur fördert sowie ein europäisches Magazin herausgibt (mehr unter WAS WIR TUN).

Europas Mondlandung = einen vernünftigen Staat bilden

Zur Durchsetzung der Menschenrechte, zur Armutsbekämpfung, Klimarettung, Freiheits- und Wohlstandssicherung, zum Schutz vor Unrechtsstaaten… wäre beispielsweise eine regional verankerte, weltoffene, demokratische, transnationale europäische Republik besser geeignet als der derzeitige EU-Verbund von Klein- und Mittelstaaten. Das klingt völlig utopisch? Mag sein. Aber nur wenn das entfernte Ziel klar ist, bewegen wir uns ab dem ersten Schritt in die richtige Richtung. European Utopia e.V. möchte, dass mehr Energie und Anstrengungen in die Erforschung des Wünschenswerten fließen – nur dann kann daraus das Machbare werden. Technisch sind die Menschen bald in der Lage, zum Mars zu fliegen, doch in politischen Fragen wird noch nicht einmal über eine Mondlandung nachgedacht – nicht weniger (aber auch nicht mehr) wäre die Gründung eines vernünftigen, demokratischen, europäischen Staats.

„Keine Idee ist eine gute Idee, die nicht am Anfang als völlig illusorisch erschien.“

Albert Einstein