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Stoppt die Kampfhandlungen in Gaza!

Die menschenverachtenden und antisemitischen Greueltaten der Hamas vom 7. Oktober 2023 sind durch nichts zu rechtfertigen. Doch auch das militärische Vorgehen Israels bedeutet eine humanitäre Katastrophe. Eine Klarstellung von European Utopia zur dystopischen Lage im Nahen Osten.

Die ersten Tage nach den terroristischen Attacken auf die israelische Zivilbevölkerung am 7. Oktober 2023 sollten ganz im Zeichen des Gedenkens an die unschuldigen Opfer stehen. Jede Art der politischen Kontextualisierung, und sei sie noch so differenziert gewesen, hätte das Risiko beinhaltet, die Taten der Hamas und der mit ihnen verbündeten palästinensischen Milizen zu relativieren und wenigstens indirekt zu ihrer Legitimierung beizutragen.

Nichts liegt European Utopia ferner. Die brutalen Massaker in den grenznahen Kibbuzim sowie der Überfall auf ein Open-Air-Festival im Süden Israels, die zur Ermordung von fast 1200 Jüd*innen sowie zur Vergewaltigung und Verschleppung hunderter Kinder, Frauen und Männer führten, wirken auch mit dem Abstand von anderthalb Jahren nur unter einer wenigstens latent antisemitischen Perspektive als ,verständliche‘ Reaktion auf die israelische Besatzungs-, Bockade- und Siedlungspolitik im Gazastreifen und im Westjordanland.

Nachdem die Operation „Eiserne Schwerter“, mit der die israelische Regierung und Armee die Geiseln befreien und die militärischen Fähigkeiten der Hamas beziehungsweise des Palästinensischen Islamischen Jihad dauerhaft zerschlagen will, mittlerweile nach Angaben des Ministry of Health in Gaza über 50.000 Todesopfer gefordert hat (mehr als zwei Drittel davon Zivilist*innen) und nach Einschätzung der UN und der Welthungerhilfe über zwei Millionen Geflüchtete in Gaza aktuell vom Hungertod bedroht sind, sehen wir uns nichtsdestoweniger zu einer Klarstellung veranlasst: Mit unserer Stellungnahme vom 10. Oktober 2023 (weiter unten in diesem Blog), der Akzeptanz des Selbstverteidigungsrechts Israels sowie unserer Solidarität mit den jüdischen Opfern des Angriffs der Hamas rechtfertigen wir nicht das rücksichtslose Vorgehen der Regierung Netanjahu beziehungsweise der israelischen Armee im Gazastreifen. Wir verurteilen es vielmehr auf das Schärfste und zweifeln daran, dass es beim Krieg in Gaza überhaupt noch um die Zerschlagung der Hamas, die Befreiung der Geiseln und den Kampf gegen den Terrorismus geht. Aus Sicht von European Utopia ist Krieg ohnehin kein geeignetes Mittel, um sich gegen terroristische Attentate zu schützen, im Gegenteil: Durch die unverhältnismäßige Mitleidenschaft der Zivilbevölkerung ist jeder Krieg geeignet, Hass und Gewaltbereitschaft weiter anzustacheln und der kommunikativen Botschaft des Terrorismus unfreiwillig stattzugeben.

European Utopia fordert deswegen eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen in Gaza und die ungehinderte Hilfeleistung für die dort lebenden Menschen zur Verhinderung einer bevorstehenden humanitären Katastrophe nahezu apokalyptischen Ausmaßes.

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